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Das Herzensgebet

Über das Herzensgebet - Das Jesusgebet

Das Herzensgebet, auch als das Jesusgebet bekannt, kann auf eine annähernd 2'000 Jahre alte Tradition zurückblicken. Bereits der Heilige Paulus lehrt uns, was zu tun ist: "Bete ohne Unterlass" (Brief an die Thessalonikier 5: 16-18).

Die Worte der "Wüstenväter" (über deren Leben sehr wenig bekannt ist) und anderer Suchenden, die sich dem "spirituellen Kampf" gestellt und das Gebet innig praktiziert haben, sind uns in der Philokalia überliefert.

Die Philokalia lehrt uns zu beten !

Das Herzensgebet wird auch als die "Kunst der Künste" oder die "Königliche Kunst" bezeichnet. So erstaunt es nicht, dass die Praxis des Herzensgebets nur von denen, die wissen, vermittelt werden kann. Wer sind aber heute diese Wissenden, wie finde ich sie?

Als Orthodoxer Christ finde ich mich in einer eigenartigen Situation: Das Herzensgebet ist Teil der orthodoxen Tradition. Aber wer vermittelt es? Wo sind diejenige, die mir beibringen können, wie man ohne Unterlass betet? Die Priester vielleicht, aber ich fand seit Beginn meiner Suche im Jahre 1962 keinen solchen.

Seit ich mich auf meine "Suche nach der Wahrheit" begeben habe, ist es vorab in der sog. westlichen Teil der Welt Mode geworden, nach spirituelle Lehrern und Lehren im Osten zu suchen. Eine Zeit lang hat man Lehrer und "Gurus" von Indien bis in den Fernen Osten aufgesucht (Buddhismus, Yoga, Vedanta), heute vermehrt im Nahen Osten (Sufismus, Kabbala). Die aktuelle Situation in der westlichen Welt, d.h. der hiesige Mangel an authentischen spirituellen Lehrern, treibt die Suchenden dazu, sich dem Westen ab und dem Osten zuzuwenden. Aber, es darf nicht vergessen werden, dass die Wurzeln des Christentums nicht im Abendland, sondern im Nahen Osten sind!

In unseren Tagen können allerlei Lehrer im Westen gefunden werden. So können wir beispielsweise in der Katholischen Kirche eine nicht zu unterschätzende Strömung wahrnehmen, sich des Wissens und der Praxis des Zen-Buddhismus zu bedienen. Anstelle von Priestern haben wir oftmals westliche Zen-Lehrer vor uns, deren Erstausbildung christliche Theologie beinhaltete. Aber warum vermitteln uns die Priester nicht den Weg des Christentums - z. B. wie wir ins Gebet finden können? Es ist eine traurige Tatsache: Die Christliche Praxis hat keinen Platz mehr in der Ausbildung der Priester, sie wird nicht nur an den Universitäten nicht unterrichtet, es fehlt überhaupt an der Vermittlung! Es wird theoretisches Wissen zur Theologiegeschichte, Moral und Psychologie gelehrt; die Vermittlung der Instrumente und der Fähigkeit, dieses Wissen in die Praxis umzusetzen, fehlt aber zur Gänze.

Da die Ausbildung eines christlichen Priesters die "Kunst der Künste" nicht beinhaltet, ist es ihm auch mit der grössten Anstrengung nicht möglich, andere im Gebet zu unterweisen: Sowohl das Wissen wie die Fähigkeit dazu fehlen. In diesem Vakuum liegt der Grund, dass diejenige, die den Menschen in der Kirche Halt geben sollten – die Priester – in anderen Religionen Weise,"Gurus", aufsuchen, um die Basis der spirituellen Praxis via deren Praxis zu erlernen. Mit anderen Worten: Es ist ein grosses Bedürfnis, das Wissen vom spirituellen Leben ausserhalb des Christentums zu erfahren, da der Weg im Christentum zu dieser Erfahrung nicht zugänglich erscheint.

Diese Suche nach authentischer Erfahrung des spirituellen Lebens ist eine absolute Notwendigkeit. Ein Beispiel aus dem zwanzigsten Jahrhundert: In den russischen Klöstern der Fünfziger Jahre des letzten Jahrhunderts blieb eine grosse Lücke von spirituellen Lehrern zurück, so, dass Vater Michael, der grosse Hesychast, dem die Flucht nach dem finnischen "Neu Valaam" gelang, gebeten wurde, nach Russland zurückzukehren, was er mit anderen Mönche auch tat. Was mit ihnen geschah, entzieht sich meiner Kenntnis. Gibt es heute überhaupt noch Starezis in Russland? Was geschah mit der einst lebendigen Tradition im Optina Kloster, mit einer langen Kette mündlicher Belehrungen, die von den Älteren an die Mönche und Laien übermittelt wurden?

Vieles, was mit der Praxis vom Herzensgebet in Zusammenhang steht, ist ein "streng gehütetes Geheimnis". Diese Website ist ein Versuch, sich auf den Weg zu begeben und einige dieser Geheimnisse zu lüften, um die Praxis des Gebetes für unsere Zeit neu zu beleben.

© Reijo Oksanen 2007-2012

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St. Gregory Palamas (1296 - 1359)

St. Gregory Palamas Space

Palamas war ein Mönch in Untersatz Athos und ist Erzbischof des Thessalonica geworden. Er ist als ein Heiliger in der Östlichen Orthodoxen Kirche verehrt. Der zweite Sonntag vom Geliehenen ist der Sonntag des Gregory Palamas gerufen.

Er wurde gebeten, die Praxis an Untersatz Athos von den Kosten des Barlaam von Kalabrien verteidigen. Barlaam hat geglaubt, dass jene Kopfkenntnis besser war, als die Kenntnis des Herzens. Er hat bedeutet, dass die Mönche ihre Zeit in nachdenklichem Gebet verschwendeten, als sie Texte studieren sollten.

Gregory hat bedeutet, dass die Propheten eigentlich größere Kenntnis des Gottes gehabt haben. Er hat die orthodoxe Doktrin beibehalten, die es unmöglich bleibt, Gott in Seiner Substanz zu wissen, aber möglich, Gott in Seinen Energien zu wissen. Obwohl der 1341 Rat von Konstantinopel aufrechtgehalten die Lehre von Gregory um theosis er in 1344 exkommuniziert wurde, aber hat dann drei Jahre später Bischof ernannt.

Gregory Palamas ist einer der Schreiber in Philokalia.